Hallo Bali! 
Nach ein paar anstrengenden Reisetagen auf Java, stand nun wieder Sonne, Strand, Meer und Kokosnussschlürfen auf meinem Tagesplan. Wie bereits im letzten Beitrag erwähnt (den hast du verpasst? klicke hier), hatte ich das Glück die Yogatruppe auf Java kennen gelernt zu haben, die mich nicht nur mit auf den Ijen genommen hatte, sondern auch mit nach Bali und mich sogar in Canggu rausgeschmissen hat. Entspannter konnte meine Anreise gar nicht sein.

Jedoch hatte ich mich das erste Mal dazu entschieden, vorab keine Unterkunft fest zu buchen. Ich suchte mir lediglich ein Homestay im Internet raus und hoffte, dass ein Zimmer frei sein wird. Da es aber immer anders kommt als gedacht, hatte die Unterkunft diesmal kein Zimmer frei. Und jetzt? Nach der langen Wanderung zum Ijen und der doch sehr langen Bus- und Bootsfahrt, hatte ich einfach keine Lust mehr mich mit meinen 15kg auf die Suche nach einer anderen Unterkunft zu machen. Demnach bemühte ich mich auch nicht viel und klopfte einfach neben an an der Tür. Glück im Unglück! Das Yoga Homestay hatte noch ein Zimmer frei und was für eins. Nach Tangalle in Sri Lanka, das größte Zimmer/ Badezimmer inkl. eines rieeeeeesigen Balkons und das alles für nur 100K IDR (ca. 6.30€) pro Nacht. Ich war mehr als glücklich. Es lohnt sich eben auch mal ein Risiko einzugehen. 😉

Canggu

So, die Unterkunft stimmte schonmal, jetzt musste nur noch die Stadt zur Unterkunft passen. Insgesamt würde ich Canggu jedoch als eine sehr überfüllte, touristische Stadt beschreiben. Und mein erster Eindruck “Oh mein Gott sind die Menschen hier schön!” Canggu ist nicht nur ein beliebter Ort für Menschen die remote arbeiten, sondern auch ein Ort um sich zu zeigen. Fitnessstudios an jeder Ecke, ein Proteinshakeladen nach dem anderen, unzählige Tattoostudios, alle bekannten Modelabels und der Strand überlaufen mit Surfshops. Ein richtiger Ort zum entspannen ist Canggu definitiv nicht und auch wenn mein veganes Herz hier durch etliche vegane Restaurants und Café höher geschlagen ist, war ich hier nicht ganz angekommen.

Nichtsdestotrotz freute ich mich sehr darüber, wieder am Strand zu sein und zudem stand mein erster Besuch aus Deutschland bevor – Andreas. 

Nach fünf Monaten des Alleinseins, hatte ich das erste Mal wieder einen Travelbuddy an meiner Seite. Alles schön und gut, wenn ich mir am ersten Abend nicht schon wieder den Magen verdorben hätte. 😀 Meine Tage in Canggu sahen demnach nicht mehr ganz so sonnig aus. Ich verbrachte mal wieder meine Tage im Bett und klapperte maximal nahe liegende Restaurants ab. Nach einer Weile sehnte ich mich aber auch nach einem anderen Ort und raffte mich demnach zur Weiterfahrt nach Ubud auf.

Ubud

Nach der mit Gojek gebuchten Weiterfahrt (Taxi), waren wir auch schon nach knappen 60min in Ubud angekommen. Doch leider ging es mir gar nicht gut. Es war sogar schlimmer als mit der Lebensmittelvergiftung in Nepal (mehr dazu hier) und am Ende landete ich dann auch noch für ein paar Stunden im Krankenhaus. Zum Glück aber auch nur als Vorsichtsmaßnahme, denn nach vier Tagen ohne Besserung, hat mich meine Gastfamilie ins Krankenhaus gebracht. Ich hatte wirklich unglaubliches Glück mit meiner Homestay Familie, die sich nicht nur liebevoll um mich gekümmert hat, sondern mich auch für weitere Tests dreimal ins Krankenhaus gefahren hat. Es ist ganz egal wo man sich befindet und was man macht, es ist so viel wichtiger mit welchen Menschen man sich umgibt. 

Da jedoch Andreas nur drei Wochen Zeit auf Bali zu hatte, entschieden wir uns dazu, dass wir uns für meine Genesungszeit lang trennen, er die Insel erstmal auf eigene Faust erkundet und wir uns wieder zusammenfinden, sobald ich wieder in der Lage bin zu reisen.

Must do

Glücklicher Weise ging es mir mit Medikamenten nach insgesamt 10 Tagen wieder besser und ich konnte Ubud noch ein wenig erkunden. Davon möchte ich dir natürlich jetzt noch erzählen!

  • Einen Besuch wert ist definitiv der Sacred Monkey Forest, welcher sich inmitten von Ubud befindet. In dem Naturpark leben die kleinen Javaneraffen, welche wohl die größte Attraktion für die Touristen darstellt. Hier muss man auf jeden Fall aufpassen, dass die Affen einem nichts aus dem Rucksack klauen. Und bloß nicht zu nah ran gehen bzw zu lang in die Augen schauen, denn die kleinen können ganz schön frech werden. Neben den Affen hat der Naturpark natürlich auch noch anderes zu bieten, wie eine Quelle inmitten des Parks und einen hinduistischen Tempel.
  • Eins meiner Highlights in Ubud war der morgendliche Spaziergang auf dem Kajeng Ricefield Walk. Zuerst bin ich durch ein kleines Dörfchen spaziert, welches mit künstlerich gestalteten Pflastersteinen gestaltet wurde und nach ein paar Gehminuten, befand ich mich auch schon inmitten von wunderschönen Reisfeldern, mit einem unglaublich tollen Ausblick auf den Mount Batur.
  • Was ich mir in Ubud auf gar keinen Fall entgehen lassen wollte, war der sehr beeindruckende und individuelle traditionelle Legong-Tanz im Palast.
  • Einen ganz bekannten Wasserfall (Instagram-Hotspot) habe ich mir natürlich auch anschauen wollen, den Tegenungan Wasserfall. Sehr beeindruckend, auch wenn er etwas überlaufen von Touristen ist.
  • Und zu allerletzt, konnte ich gar nicht anders, als bei einer Yogastunde teilzunehmen. Die Auswahl an Yogastudios ist in Ubud wirklich enorm, weswegen ich mich für das Ubud Yoga House entschieden hatte, welches inmitten von Reisfeldern zu finden ist.

Fazit

Ubud ist für mich ein wunderbarer Ort. Auch, wenn ich viel im Bett gelegen habe, konnte ich sehr viel Energie aus meiner Zeit ziehen. Ich habe viele, liebe Menschen kennen lernen können, habe mich sehr willkommen in meiner Homestay Familie gefühlt und konnte mich GOTT SEI DANK nach ein paar Tagen durch die ganzen Restaurants und Cafés probieren. Als absoluter Naturliebhaber, war ich in Ubud auf jeden Fall am richtigen Ort. Gerne wäre ich auch noch ein paar Tage länger geblieben, doch das nächste Ziel stand schon vor der Tür.
Wo es Andreas und mich als nächstes hingetrieben hat, erfährst Du im nächsten Beitrag, doch hier ein kleiner Tipp vorab: “Bin ich wieder in Ella, Sri Lanka gelandet??”

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